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STIKO empfiehlt COVID-19 Impfung für Kinder ab 12 Jahren

Behandlungs- und Aufklärungsfehler konnten schon immer im Zusammenhang mit der Durchführung von Impfungen gegen das Covid-19-Virus mit Vektorimpfstoffen oder mRNA-Impfstoffen begangen werden (AstraZeneca, Biontec/Pfizer, Moderna, Johnson & Johnson). Besonders problematisch ist jedoch, ob und unter welchen Voraussetzungen Minderjährige Impfschutz erhalten können. Diesbezüglich kommt der ärztlichen Aufklärung eine erhebliche Bedeutung zu. Abzustellen ist darauf, ob dem Heranwachsenden die Tragweite seiner Entscheidung bewusst ist. Der Behandler muss sich vorab ein umfassendes Bild von der Einwilligungsfähigkeit des jungen Patienten machen. Es handelt sich mangels starrer Altersgrenzen um eine Entscheidung im jeweiligen Einzelfall. Die Impffähigkeit ist in der konkreten Situation vorab ärztlich zu überprüfen. Sicherheitshalber ist stets das Einverständnis beider Erziehungsberechtigten einzuholen. Bei Uneinigkeit der Sorgeberechtigten kann die Entscheidung über die Durchführung der Impfung auf den Elternteil übertragen werden, der sich hinsichtlich seiner Entscheidung an den Empfehlungen der STIKO orientiert.

Seit 18. August 2021 empfiehlt die Ständige Impfkommission auch die Durchführung von Covid-19-Schutzimpfungen an Minderjährigen ab dem Alter von 12 bis 17 Jahren. Dies gilt jedoch nur für die mRNA-Impfstoffe (BioNTech/Pfitzer sowie Spikevax Moderna). Bei den vektor-basierten Impfstoffen (Vaxzevria der Firma Astra-Zeneca und COVID-19 Vaccine Janssen Cilag International) bleibt es bei der Zulassung erst ab dem 18. Lebensjahr.

Für Kinder unter 12 Jahren ist aktuell noch kein Impfstoff gegen Covid-19 entwickelt und zugelassen. Für Kinder kommen - genauso wie für Jugendliche - ebenfalls nur mRNA-Impfstoffe in Betracht. Diese befinden sich noch in der pharmazeutischen Entwicklung. Die Dosierung muss an die Körpergröße und das Immunsystem jüngerer Kinder angepasst werden. Da es im Kindesalter verschiedene Entwicklungsstufen gibt, soll es voraussichtlich drei verschiedene Dosierungsvarianten innerhalb dreier Alterskorridore geben. Die Altersgrenzen für Kinder sollen sich zwischen sechs Monaten bis zwei Jahren; zwei bis fünf Jahren und fünf bis zwölf Jahren bewegen.